Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006

Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?

Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte

 

Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.

03.09.2017

Musikabend

17.00 Uhr

Herbstkonzert mit
Janka Simowitsch

Die Pianistin Janka Simowitsch verwöhnt das Publikum mit der gesamten Palette ihrer technischen Finesse, mit der sie eine ungeahnte Fülle an Emotionen hörbar machen kann. Ob tiefste Trauer oder augenzwinkernder Humor: Janka Simowitsch wirkt authentisch, ihre emotionale Tiefe spiegelt sich in Mimik und Körperhaltung und überträgt sich auf den Flügel und die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Die Pianistin Janka Simowitsch, geboren 1987 in Rostock, begann ihre musikalische Ausbildung an der örtlichen Musikschule, mit dessen Jugendsinfonieorchester sie als Zehnjährige ihr erstes Klavierkonzert gab. Im Alter von zwölf Jahren wurde sie Jungstudentin, ab 2005 Studentin bei den Professoren Kirschnereit, Will und Zack an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Nach Abschluss ihres Studiums im Februar 2010 begann Janka Simowitsch ein Aufbaustudium bei Professor Konstantin Scherbakov an der Zürcher Hochschule der Künste. Darüber hinaus gaben ihr viele international bekannte Pianistinnen und Pianisten – u.a. Lazar Berman, Ewa Kupiec, Pavel Gililov und Elisabeth Leonskaja – bei Meisterkursen wertvolle Anregungen.

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06.09.2017

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

05.10.2017

Autorenlesung

20.00 Uhr

„Arbeiterroman“
Martin Schlosser hat sein Studium abgebrochen und lebt von den spärlichen Einkünften als Hilfsarbeiter einer Spedition. Sein Traum vom Schriftstellerleben hatte anders ausgesehen. Erst nachdem in Berlin die Mauer fällt, über Martins Elternhaus die Tragödien hereinbrechen und seine Freundin Andrea ihn verlässt, um als Bauchtänzerin ihr Glück zu machen, scheint der Durchbruch nahe.

Verschiedentlich ist bemerkt worden, dass Henschel erzählerisch ähnlich verfahre wie Walter Kempowski in den Romanen seiner „Deutschen Chronik“. Tatsächlich ist Henschel seit 1984 mit Kempowski bekannt gewesen und mit dessen Werk vertraut.
In einem Interview mit der Zeit erzählte Gerhard Henschel 2009:
„Ich habe das Glück gehabt, Walter Kempowski schon 1984 persönlich kennenzulernen. Wir sind danach in einem losen Kontakt miteinander geblieben. Als er schon todkrank war, besuchte ich ihn noch einmal, um ihm einige Fragen zu stellen, für das Buch, das ich über ihn schreiben wollte. Am Ende unseres Gesprächs ergab sich der folgende Dialog: ‚So, mein Lieber! Woran arbeiten Sie jetzt?‘ – ‚Ich setze jetzt den Kindheitsroman fort mit dem Jugendroman.‘ – ‚Ah, da komm ich dann ja auch drin vor!‘ – ‚Nicht ganz, der geht bis 1981 ...‘ – ‚Wie schade! Vielleicht können Sie als letzten Satz schreiben: Und dann lernte ich Kempowski kennen, da wurde alles anders.‘“

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14.00 bis 18.00 Uhr
Zum Gedenken an den vor zehn Jahren verstorbenen Schriftsteller lesen Freunde, Fans und Weggefährten aus dem Werk Walter Kempowskis.
Die nachmittägliche Lesung wird musikalisch begleitet.
Jeder hat die Möglichkeit, mitzuwirken.

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13.10.2017

Autorenlesung

20.00 Uhr

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte u.a. die Romane „Libidissi“, „Barbar Rosa“ und „Sünde Güte Blitz“ sowie die Erzählungsbände „Anrufung des Blinden Fisches“ und „Von den Deutschen“. Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für den 2010 erschienenen „Roman unserer Kindheit“ erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse.

Eine Veranstaltung innerhalb der wissenschaftlichen Tagung in Nartum.

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01.11.2017

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

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03.12.2017

Musikabend

17.00 Uhr

Bachabend

Traditionell erklingen im Dezember Stücke von Johann Sebastian Bach im Saal der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop.

Insbesondere von Berufsmusikern wird Johann Sebastian Bach oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen. Bachs Musik gilt heute gleichzeitig als Gipfelpunkt der lutherischen Kirchenmusik und als „musikalischer Ausdruck der Reformation“.

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