Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006
Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?
Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte
Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.
Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >
Ein Abend mit dem Ensemble „Camerati Concertanti“, Leipzig
Magdalena Schotte, Querflöte
Ralf Schippmann, Oboe
Clemens Posselt, Klavier
Das „Camerati Concertanti“ spielt Werke von Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach.
Weitere Informationen zu den Musikabenden >
Kartenreservierung >
„Ein Buch, ein Autor, ein Erlebnis“
Eine gemeinsame Veranstaltung mit Nordwestradio und dem Literaturhaus Hamburg
Eintritt 10,00 Euro
07.10.2012
Seminar
11.00 Uhr
Ein Seminar mit der Bremer Literaturwissenschaftlerin Almut Straßburg-Grönzin.
Der Film „Tadellöser & Wolff“ gilt bei Zuschauern und Kritikern als kongeniale Umsetzung eines Walter-Kempowski-Romans. Eberhard Fechner brachte Mitte der 1970er-Jahre für das ZDF die Familiengeschichte der Kempowskis auf die Fernsehschirme der Bundesrepublik. Der zweiteilige Spielfilm mit Edda Seippel als Margarete und Karl Lieffen als Karl Kempowski war ein regelrechter „Straßenfeger“. Millionen von Fernsehzuschauern begleiteten die Kempowskis in ihrem bürgerlichen Alltag mit Klavierunterricht und Diners und erlebten mit ihnen den Einbruch des Krieges in die gefühlte Unbeschwertheit. Redewendungen der Figuren wie „Ansage mir frisch!“ wurden dabei zu geflügelten Worten.
Eberhard Fechners Verfilmung von „Tadellöser & Wolff“ steht im Mittelpunkt des Seminars, das einen genaueren Blick auf Themen und Motive des Films werfen wird. Weiterhin geht es um die Frage der angemessenen Adaption, also wie aus der Textvorlage ein stimmiger Film entsteht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Gestaltung der Figuren, die mit ihren Stärken und Schwächen, aber auch mit ihren charakteristischen Schrullen gezeigt werden.
Die Schauspieler Jens Weißer (Robert) und Stephan Schwartz (Walter) sind für ein Gespräch angefragt.
Das Seminar dient als Ergänzung zum Lektürekurs zu „Tadellöser & Wolff“ vom Frühjahr. Da kein Vorwissen für den Genuss des Seminars erforderlich ist, kann es auch unabhängig von dem Lektürekurs besucht werden.
In der Teilnahmegebühr enthalten sind die Hotelkosten und die Verpflegung (Preis voraussichtlich: 195 Euro pro Person im Doppelzimmer, 215 Euro pro Person im Einzelzimmer).
Eine rechtzeitige Reservierung ist ratsam, denn die Seminare sind in der Regel schnell ausgebucht.
Weitere Informationen und Anmeldung >

