Walter Kempowski am 31. Juli 1983
Sirius – Eine Art Tagebuch, 1990

Von Anfang an habe ich die Tantiemen meiner Bücher in das Haus gesteckt. Und das Haus soll eines Tages gänzlich, als Literaturhaus, der „Gesellschaft zurückgegeben werden“, wie man es ausdrücken könnte. Das fröhliche Treiben soll sich fortsetzen, auch wenn ich nicht mehr Regie führe.

Turm aufgeräumt, nun schon fast fertig. Unter den Augen des Dilldapps die Tagebücher und Reisebeschreibungen. „Allerseelen“ heißt der Turm.
Walter Kempowski, Tagebuch am 7. Oktober 2000

Die Stiftung – ein Ort für Begegnungen


Die Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist benannt nach ihrem Gründer Walter Kempowski und dem Anwesen, in dem der Schriftsteller viele Jahrzehnte lebte und arbeitete. Mit Gründung der Stiftung, in die der Autor auch das Haus und den riesigen Naturgarten einbrachte, wollte Walter Kempowski die in seinem Werk begründete Erinnerungskultur auch regional verankern und gleichzeitig die eindrucksvollen Nutzungsmöglichkeiten des gesamten Anwesens für die Öffentlichkeit erhalten.
Haus Kreienhoop war immer ein gastfreundlicher Ort. Dieser Tradition, die Walter Kempowski mit Seminaren, Autorentreffen und vielen anderen Veranstaltungen schon zu Lebzeiten selbst begründete, fühlt sich die Stiftung verpflichtet. Kreienhoop ist auch in Zukunft ein öffentliches Haus – und damit ein Veranstaltungsort, an dem sich das kulturinteressierte Publikum begegnet.


Die Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop hat ihren Sitz in dem niedersächsischen Dorf Nartum; sie ist beurkundet in der Freien und Hansestadt Hamburg.


Der Büchergang war zweiundzwanzig Meter lang, Sowtschick maß ihn immer wieder aus, er freute sich, daß in der Architekturzeitschrift gestanden hatte: „Minutenlang geht man hier an Büchern vorüber…“
Hundstage, 1988