Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006

Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?

Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte

 

Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.

02.09.2015

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

22.09.2015

Lesung und Gespräch

19.30 Uhr

Ein Buch, ein Autor, ein Erlebnis

Klaus Modick: Konzert ohne Dichter

 

Die Chronique scandaleuse Worpswedes: Rilke und Vogeler, ihr Werk und die Frauen – und ein epochales Gemälde
In seinem neuen Roman erzählt Klaus Modick die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Worpsweder Gemäldes, von einer schwierigen Künstlerfreundschaft – und von der Liebe. Heinrich Vogeler ist auf der Höhe seines Erfolgs. Im Juni 1905 wird ihm die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen – für sein Gesamtwerk, besonders aber für das nach fünfjähriger Arbeit fertiggestellte Bild „Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff“. Während es in der Öffentlichkeit als Meisterwerk gefeiert wird, ist es für Vogeler das Resultat eines dreifachen Scheiterns: In seiner Ehe kriselt es, sein künstlerisches Selbstbewusstsein wankt, und eine fragile Freundschaft zerbricht. Rainer Maria Rilke, der literarische Stern am Himmel der Worpsweder Künstlerkolonie, und sein „Seelenverwandter“ Vogeler haben sich entfremdet – und das Bild bringt das zum Ausdruck: Rilkes Platz zwischen den Frauen, die er liebt, bleibt demonstrativ leer. Was die beiden zueinander führte und später trennte, welchen Anteil die Frauen daran hatten, die Kunst, das Geld und die Politik, davon erzählt Klaus Modick auf kunstvolle Weise: Auf der Reise zur Preisverleihung erinnert Vogeler sich an die Gründung der Künstlerkolonie, die Magie der ersten Begegnung mit Rilke in Florenz, die Euphorie des gemeinsamen Aufbruchs – und an Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff, die Frauen, denen Rilke in einer skandalösen Dreiecksbeziehung verbunden war. Ein großartiger Künstlerroman, einfühlsam, kenntnisreich, atmosphärisch und klug. (KiWi)

 

Eine gemeinsame Veranstaltung mit Nordwestradio

Beginn: 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

Eintritt 10,00 Euro

 

Kartenreservierung >

25.10.2015

Lesung und Musik

19.30 Uhr

An die Musik. Ein autobiographischer Essay

Frido Mann, geboren 1940 in Monterey/Kalifornien, arbeitete nach dem Studium der Musik, der Katholischen Theologie und der Psychologie viele Jahre als klinischer Psychologe in Münster, Leipzig und Prag. Er lebt heute als freier Schriftsteller in München. Zuletzt sind von ihm erschienen: „Mein Nidden. Auf der Kurischen Nehrung“, „Das Versagen der Religion. Betrachtungen eines Gläubigen“ und „An die Musik. Ein autobiographischer Essay“ (erscheint im Oktober 2015).

Vesselin Paraschkevov gilt als einer der führenden Geiger. Bei Sofia in Bulgarien geboren, erhielt er seinen ersten Geigenunterricht im Alter von vier Jahren. Nach seiner Staatsprüfung, die er mit höchster Auszeichnung ablegte, studierte er in St. Petersburg bei Mischa Wayman. Es folgten Meisterkurse in Wien sowie bei Henryk Szeryng in Genf. Von 1969 bis 1973 war er Staatskünstler und Solist vom Sofiaconcert.
1973 wurde er zu den Wiener Philharmonikern als Konzertmeister berufen. Der mit zahlreichen bulgarischen und internationalen Preisen ausgezeichnete Violinist nimmt seit 1980 an der Essener Folkwang-Hochschule eine Professur wahr. Vesselin Paraschkevov spielt auf einer Violine von Josef Guarnieri aus dem Jahre 1710.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

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04.11.2015

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

06.11.2015 –

08.11.2015

Literarische Werkstatt

15.00 Uhr

Walter Kempowski: „Heile Welt“

Dieser unterhaltsame Roman schließt an die „Deutsche Chronik“ an. Er beschreibt die ersten pädagogischen Versuche eines jungen Dorfschullehrers auf dem Lande im Jahr 1961 – also unschwer zu erkennen: Kempowskis eigene Geschichte – und zeichnet ein kritisch-lebendiges Zeitbild der frühen 1960er-Jahre.

Eine Veranstaltung mit der Bremer Literaturwissenschaftlerin Almut Straßburg-Grönzin und der Academia Baltica.

Mit diesem Literaturseminar setzen wir die Veranstaltungsreihe zum Werk Walter Kempowskis fort.
Das Seminar findet im Haus des Dichters in Nartum statt, das mit seiner einzigartigen Ausstattung und Atmosphäre Einblicke in das Leben und Wirken Walter Kempowskis gewährt und in die Seminararbeit mit einbezogen wird.

Über das Programm informieren wir Sie demnächst.

Die Teilnehmerzahl wird auf 25 Personen begrenzt.

Anmeldungen bitte an die Academia Baltica >

06.12.2015

Musikabend

17.00 Uhr

Bachabend

Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben.

 

Weitere Informationen zu den Musikabenden >

Kartenreservierung >

Jan Weiler: „Das Pubertier und andere Geschichten“

Haben Sie auch ein Kind in der Pubertät? Dann brauchen Sie dieses Buch! 22 hochamüsante Geschichten von Jan Weiler, dem Autor des Bestsellers „Maria, ihm schmeckt’s nicht“.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete als Texter in der Werbung und war lange Jahre Chefredakteur des SZ-Magazins. Mit seiner italienischen Frau und seinen zwei Kindern lebt er südlich von München.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr

Eintritt: 15,00 Euro

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