Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006
Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?
Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte
Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.
Der Nachmittag beginnt im Haus Kreienhoop mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung des Hauses.
Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >
Helen Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben?“
Ein Aufbegehren gegen die Einsamkeit: 1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Jahrzehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte. Behutsam nähert sie sich Christina, sucht in ihrer Biografie nach Rissen und Erschütterungen, aber auch nach Augenblicken großen Glücks. Sie lernt einen Vater kennen, der in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will, eine Mutter, die es liebt, zu fotografieren, und ein Klavier, das unverrückbar in der Wohnung steht. Bukowski folgt Christina nach Berlin, an die Spezialschule für Musik, mit ihren kalten Übungsräumen und dem täglichen Drill. Später nach Moskau, zum Studium am Konservatorium, durch sturzbachartigen Regen und Nächte voller Schnee. Und sie findet eine Krankheit, für die es erst heute eine Diagnose gibt.
Das Buch war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse.
Marina Schwabe: „Rift“
Fünfzehn Dollar. Das ist das Tagesbudget der Geschwister Zuzanna und Janko, als sie in die USA fliegen. Sie wollen einen gemeinsamen Kindheitstraum verwirklichen und den Pazifik sehen. Zuzanna weiß, dass der Roadtrip Jankos letzte Reise sein wird. Seine Krankheit bremst das Fortkommen der beiden und ist gleichzeitig ihr stärkster Antrieb. Sie durchfahren Orte, an denen die Natur ihre Prozesse unerbittlich vollzieht. Sie bereiten sich auf einen Tornado vor, betreten karges Land, ein Vulkanausbruch hinterlässt seine Spuren. Als Geologin sind Zuzanna diese Vorgänge vertraut, nicht aber die Veränderungen in ihrem Bruder. Mit viel Zuneigung und Geduld versucht sie herauszufinden, was es bedeutet, wenn ein geliebter Mensch vergeht.
Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Summerschool in Haus Kreienhoop.
Die Summerschool findet statt in Kooperation mit Studentinnen und Studenten des Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim.
Einlass ab 17.30 Uhr
Wolfram Lotz: „Träume in Europa“
Du sitzt im Taxi in Amsterdam, aber seltsamerweise musst du selbst fahren, während der Taxifahrer daneben sitzt. Ein Bekannter aus dem Internet umarmt dich zu Hause, du fühlst dich seit Langem wieder geborgen, dann aber kommt dein Mann mit den Kindern die Treppe hinauf – alles verschwindet, und du wachst auf. Wolfram Lotz hat sich in europäischen Internetforen auf die Suche nach Träumen gemacht und sie in seine ganz eigenen literarischen Erzählungen übertragen. Es sind merkwürdige, komische Träume, die einem immer wieder sehr vertraut vorkommen – weil es die Träume wirklicher Menschen sind und weil die Welt, in der wir leben, ja wirklich ziemlich komisch ist.
Moderiert wird die Lesung von Studierenden der Universität Hildesheim.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Summerschool in Haus Kreienhoop.
Die Summerschool findet statt in Kooperation mit Studentinnen und Studenten des Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim.
Einlass ab 17.30 Uhr
Son Lewandowski: „Die Routinen“
Ein Gummibärchen essen, heute den Arm, morgen ein Bein. Was sich anhört wie ein Witz, ist Alltag für die Leistungsturnerin Amik. Für sie zählt jedes Gramm, jeder Wettkampf, jede Wiederholung. Und jede überschrittene Grenze nimmt Amik dafür hin. „Die Routinen“ seziert eine Welt, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt. München. Montreal. Tokio. Wenn die Olympischen Spiele anstehen, blickt die ganze Welt auf eine Stadt, auf eine Mannschaft, auf eine Leistungsturnerin. Die Mädchen und Frauen trainieren ihr gesamtes Leben auf diesen Moment hin. Aus diesem Wir der Turnerinnen, das in olympischen Jahren denkt, vom Training auf die Waage zu den Wettkämpfen gedrängt wird, entspringt ein Ich, die Turnerin Amik. Sie beugt sich den gnadenlosen Wettbewerbsprinzipien ihres Sports und mit jedem weiteren Schritt auf ein Siegerinnenpodest entfernt sie sich mehr von den Mädchen, die sie gestern noch getröstet haben. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte werden in die Geschichte von Amik eingewebt und machen „Die Routinen“ zu einer atemlosen Leseerfahrung.
Das Buch ist nominiert für den lit.cologne-Debütpreis.
Moderiert wird die Lesung von Studierenden der Universität Hildesheim.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Summerschool in Haus Kreienhoop.
Die Summerschool findet statt in Kooperation mit Studentinnen und Studenten des Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim.
Einlass ab 17.30 Uhr
Der Nachmittag beginnt im Haus Kreienhoop mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung des Hauses.
Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >
Der Nachmittag beginnt im Haus Kreienhoop mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung des Hauses.
Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >
Der Nachmittag beginnt im Haus Kreienhoop mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung des Hauses.
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Der Nachmittag beginnt im Haus Kreienhoop mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung des Hauses.
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