Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006

Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?

Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte

 

Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.

23.10.2021 –
24.10.2021

Lesung und Vortrag

Zeitmitschriften: Walter Kempowskis „Bloomsday ’97“, Rainald Goetz’ „1989“ und die Theorie des Textentzugs

Programm auf Anfrage!

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Institut für Germanistik der Universität Rostock

23.10.2021

Autorenlesung

19.30 Uhr

Georg Klein liest aus „Bruder aller Bilder“
Moderation: Prof. Lutz Hagestedt

Irgendetwas führt Sportreporter Addi Schmuck im Schilde, als er arrangiert, dass seine junge Kollegin Moni Gottlieb für ihn von allen redaktionellen Pflichten freigestellt wird. Ebenso zwingend selbstverständlich scheint, dass sie ihr Smartphone zu Hause lassen muss, bevor sie die Arena des Bundesliga-Clubs am Südrand der Stadt ansteuern. Der dortige Greenkeeper hat mit einem rätselhaften Naturphänomen zu kämpfen und erhofft sich von Schmuck einen rettenden Rat. Allerdings ist Schmuck in dieser Frage selbst des Beistands bedürftig. Er macht seine Kollegin mit einem brüderlichen Freund bekannt, der ein merkwürdig verwachsenes Refugium bewohnt und nur „der Auskenner“ genannt wird. Ein Spiel zu dritt beginnt. Und Moni Gottlieb, die ebenso vorsichtig wie hellsichtig ist, darf erfahren, wie sich Diesseits und Jenseits verflechten können.

Kaum ein Schriftsteller unserer Zeit handhabt die Mittel der erzählenden Literatur subtiler als Georg Klein, kaum einer treibt das Spiel mit größerem Vergnügen und Eigensinn voran. Sein neuer Roman führt uns in die Redaktion einer traditionsreichen süddeutschen Regionalzeitung – und in das Zwischenreich von Medialität und belebter Natur. Eine dunkle Komödie in leuchtender Prosa.

Im Roman „Bruder aller Bilder“ ist die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits fließend. Der Schriftsteller Georg Klein beginnt wirklichkeitsnah zu erzählen und wird immer geheimnisvoller. Ein alter Sportreporter, eine junge Journalistin, eine elegante Zeitungsverlegerin, ein seltsa­mer Naturbursche: Um dieses Quartett dreht sich der neue Roman „Bruder aller Bilder“ von Georg Klein, in dem die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits virtuos aufgelöst werden. (Deutschlandfunk Kultur)

Einlass ab 19.00 Uhr
Eintritt: 10,00 Euro

31.10.2021

„Tadellöser & Wolff“

17.30 Uhr

„Wie isses nun bloß möglich!“ – Ein Roman hat Geburtstag!
Vor 50 Jahren erschien „Tadellöser & Wolff“.
Anlässlich dieses Jubiläums bietet die Kempowski Stiftung an verschiedenen Orten themenbezogene Veranstaltungen an. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche im Roman, untermalt von Fotos, Musik, Vorträgen und Erinnerungen.

Auftaktveranstaltung: Romanlesung und musikalische Ausstellungseröffnung
Leider ausverkauft!

Lesung: Jens Weisser
Fotos: Stuart Mentiply
Musik: Saxophon und Gitarre (Ivan Romero)

Im Gespräch mit Simone Neteler werden der Schauspieler Jens Weisser und der Fotograf Stuart Mentiply sich daran erinnern, wie Walter Kempowskis Roman „Tadellöser & Wolff“ ihr eigenes Leben geprägt hat.
Ausklang mit Gespräch, Wein und Musik


Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Samtgemeinde Zeven



03.11.2021

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

04.11.2021

„Tadellöser & Wolff“

18.00 Uhr

„Wie isses nun bloß möglich!“ – Ein Roman hat Geburtstag!
Vor 50 Jahren erschien „Tadellöser & Wolff“.
Anlässlich dieses Jubiläums bietet die Kempowski Stiftung an verschiedenen Orten themenbezogene Veranstaltungen an. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche im Roman, untermalt von Fotos, Musik, Vorträgen und Erinnerungen.

Das Bild der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Literatur
Vortrag und Gespräch in der Gedenkstätte Lager Sandbostel >

Vortrag: Dr. Katrin Möller-Funck
Musikalische Begleitung: Mathilde Helm (Flöte)

Der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich und in den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten mehr als 20 Millionen Menschen unterworfen. In vielen Ländern wird hierfür der Ausdruck Totaleinsatz beziehungsweise Totaleinsatz im Reich verwendet.

Ende 1944 arbeiteten mehr als 7,5 Millionen ausländische Arbeitskräfte, davon ein Drittel Frauen, für geringe Bezahlung oder auch ohne Lohn in fast allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Nur so konnte die NS-Führung der deutschen Bevölkerung bis Kriegsende einen relativ hohen Lebensstandard sichern und den massenhaften Einsatz von deutschen Frauen in der Wirtschaft lange vermeiden.


Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Samtgemeinde Zeven

Um Voranmeldung wird gebeten unter:
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07.11.2021

„Tadellöser & Wolff“

17.00 Uhr

„Wie isses nun bloß möglich!“ – Ein Roman hat Geburtstag!
Vor 50 Jahren erschien „Tadellöser & Wolff“.
Anlässlich dieses Jubiläums bietet die Kempowski Stiftung an verschiedenen Orten themenbezogene Veranstaltungen an. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche im Roman, untermalt von Fotos, Musik, Vorträgen und Erinnerungen.

Abschlussveranstaltung in der Kirche St. Viti, Zeven >
Kirchen und Kirchenlieder in Walter Kempowskis „Deutscher Chronik“.
Oder: Warum Walter immer wieder den Choral „Herzliebster Jesu“ spielt, aber nie in der Jakobikirche war.

Vortrag: Dr. Stephan Lesker
Musik: Andreas Borbe (Orgel)


Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Samtgemeinde Zeven

Um Voranmeldung wird gebeten unter:
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05.12.2021

Musikabend

17.00 Uhr

Konzert mit dem Trio Glorioso

Das Programm wird noch bekanntgegeben.

Eintritt 15,00 Euro