Walter Kempowski am 1. September 1990
Hamit – Tagebuch 1990, 2006

Jedesmal, wenn das Haus von Besuchern bevölkert wird, denke ich, es muß doch möglich sein, in diese Menschenseelen einzudringen, ihnen näherzukommen, Kontakt herzustellen?

Forum für Kunst, Literatur, Musik und Geschichte

 

Das Programmangebot der Kempowski Stiftung Haus Kreienhoop ist vielfältig. Es orientiert sich an Konzepten von Walter Kempowski und führt eine Tradition fort, die über viele Jahre gewachsen ist. Neben literaturwissenschaftlichen und politikgeschichtlichen Seminaren, die auch interdisziplinär ausgerichtet sind, finden regelmäßig Autorenlesungen, Literaturnachmittage und Musikabende statt.
Die Besucher können das Werk Walter Kempowskis kennenlernen, Schriftsteller live erleben, klassische Musik auf hohem Niveau genießen oder sich mit historischen, gesellschaftspolitischen und literaturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Die Veranstaltungen finden im verspiegelten Kreienhoop-Saal statt, der mit seinem freien Blick in die Landschaft eine unvergleichliche Atmosphäre garantiert.
Eine Kartenreservierung ist möglich.

03.09.2025

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

01.10.2025

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >

Annette Gröschner: „Schwebende Lasten“
Heike Geißler: „Arbeiten“

Annette Gröschner: „Schwebende Lasten“
Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen in Weltkriegen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands – und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Heike Geißler: „Arbeiten“
Was ist ein Mensch wert? Wie ermessen sich Nutzen und Kosten einer Person? Heike Geißler denkt über den Sinn der Arbeit nach, über ihre Allgegenwärtigkeit, über materielle und unsichtbare Arbeit, über Geben und Nehmen, Gewinner und Verlierer. Der Arbeit auf der Spur, beobachtet sie ihr Umfeld und kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch: mit den Handwerkern, die in ihrer Wohnung die Fenster ersetzen, dem Lieferboten, einer chronisch kranken Freundin und mit ihren eigenen Eltern. Bald verdichten sich ihre Beobachtungen zu einem Panoptikum modernen Arbeitens, das die tiefen Gräben zwischen Überleben und Wachstum aufzeigt. Heike Geißler, Tochter einer ostdeutschen Arbeiterfamilie, zweifache Mutter und systemkritische Autorin, widmet sich der Arbeit in ihrer üblichen Manier: politisch, poetisch, radikal.
 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Radio Bremen

Eintritt: 12,00 Euro
Anmeldungen bzw. Reservierungen unter:
info[at]kempowski-stiftung.de >
12.10.2025
Musikabend

17.00 Uhr

Ein Blick in die Zukunft: Suiten von Bach – Werke von Chopin!
Ein Abend mit Nadezda Pisareva

Programm:
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Französische Suite Nr. 1 d-moll BWV 812
Französische Suite Nr. 2 c-moll BWV 813
Französische Suite Nr. 3 h-moll BWV 814

Pause

Frédéric Chopin (1810 – 1849)
Mazurken op. 68
1. C-Dur
2. a-moll
3. F-Dur
4. f-moll

Peter Tschaikowsky (1840 – 1893)
Aus: Zwölf Klavierstücke op. 40
2. Chanson triste
8. Valse
9. Valse
10. Danse russe
11. Scherzo

Sergej Rachmaninow (1873 – 1943)
Aus: Études-Tableaux op. 39
4. h-moll
6. a-moll
7. c-moll
8. d-moll


Über die Künstlerin:
Nadezda Pisareva gewann die Silbermedaille und den Kammermusikpreis des „Scottish International Piano Competition“ 2010 in Glasgow, den Publikums- und 3. Preis beim „Val Tidone International Piano Competition“ 2015 in Italien und ist Preisträgerin des „Bärenreiter-Urtext Preis“ im Rahmen des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2014 in München. 2015 debütierte sie in der Moskauer Philharmonie und trat beim „Verbier Festival“ auf. Als Solistin hat Nadezda unter anderem mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra in Glasgow und Orchestre Royal de Chambre de Wallonie in Bruxelles zusammengearbeitet. Sie hat zwei CDs veröffentlicht: Das Programm der ersten Solo CD ist dem Komponisten Robert Schumann gewidmet. Die zweite CD besteht aus Kammermusikwerken für Saxophon und Klavier und war eine Zusammenarbeit mit der Saxophonistin Hannah Stoll und Deutschland Radio Kultur. Nadezda studierte in Moskau und in Berlin.

Eintritt: Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei, Erwachsene: 30,00 Euro

Kartenreservierung unter: 01 51/ 12 58 55 27, email hidden; JavaScript is required oder www.weltklassik.de
Weitere Informationen unter >

Weitere Informationen zu den Musikabenden >

24.10.2025 –
25.10.2025

Lesung und Vortrag

Wissenschaftliche Tagung

Die diesjährige wissenschaftliche Fachtagung ist den Büchern „Im Block“, „Ein Kapitel für sich“ und „Langmut“ gewidmet.
 
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie demnächst hier.


Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kempowski Archiv Rostock. Ein bürgerliches Haus e.V. sowie dem Institut für Germanistik der Universität Rostock

24.10.2025

Lesung

19.00 Uhr

Feridun Zaimoglu: „Sohn ohne Vater“

„Sohn ohne Vater“ erzählt auf mitreißende, eindringliche Weise von einem trauernden Sohn, vom Zusammenhalt einer Familie, der trügerischen Erinnerung und einer Reise in ein fremdes Land – zur Mutter und zum toten Vater.
Mit seinem neuen Roman stellt sich Feridun Zaimoglu die Frage, wie wir jene erinnern, die uns am nächsten stehen und uns doch manchmal seltsam fremd erscheinen, die uns lieben und prägen, um die wir uns sorgen – und die wir trotz allem irgendwann einmal gehen lassen müssen.

Moderation: Stephan Lesker

Eintritt: 10,00 Euro
05.11.2025

Literaturnachmittag

14.30 Uhr

Der Nachmittag beginnt im Nartumer Hof mit einem Vortrag über Leben und Werk Walter Kempowskis. Im Anschluss an die Lesung bleibt viel Zeit für eine Besichtigung von Haus Kreienhoop.

 

Weitere Informationen über den detaillierten Ablauf des Literaturnachmittags und Anmeldung >